Wetterstation Sonnblick

Inmitten des Nationalparks Hohe Tauern, zwischen Kärnten und Salzbug, liegt das Observatorium Sonnblick auf über dreitausend Höhenmeter. Seit 1886 wird hier am höchsten Arbeitsplatz Österreichs das Wetter überwacht. Zehn Monate Winter, mit Temperaturen bis zu unter dreißig Grad minus und Winde, die einen mit über zweihundert Sachen um die Ohren pfeifen, muss man trotzen, wenn man hier oben am Sonnblick arbeiten möchte. Sowie der Leiter des Observatorium, Bernhard Niedermoser, der mit stolzen 37 Dienstjahren, mittlerweile das Urgestein des Sonnblick ist.

Die zwei Gründer, der Wiener Meteorologe Julius von Hann und der Rauriser Bergwerksbesitzer Ignaz Rojacher erbauten ursprünglich eine Wetterwarte, um die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten genauer zu erforschen. Nach dem Tod Rojachers 1891 wurde der Fortbestand durch die Gründung des Sonnblick-Vereins gesichert.

Nach der Errichtung einer Materialseilbahn im Jahr 1956, wird in den 1980er-Jahren neben den historischen Holzturm, welcher bis heute noch der Kälte und dem Wind trotz, der Neubau der heutigen Station errichtet. Wegen der starken Klimaerwärmung musste zischen 2002 und 2004, die gesamte gefährdete Bergspitze, mit rund 500 Tonnen Stahl und Beton befestigt werden.

Heute wird das Observatorium von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) geleitet. Darüber hinaus beteiligt sich am Erhalt und Betrieb, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst, die Österreichische Akademie der Wissenschaften sowie die Länder Salzburg und Kärnten.